Was ist Liquidity at Risk?
Liquidity at Risk (LaR) beschreibt die Liquiditätsbelastung einer Unternehmung, die mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit in einem bestimmten Zeitraum nicht überschritten wird. LaR-Kennzahlen ermitteln somit den Nettofinanzierungsbedarf aus den Zahlungsströmen einer Unternehmung für die kurzfristige Liquiditätssteuerung.
Der LaR-Ansatz unterscheidet sich somit vom Cash Flow at Risk-Ansatz, der auf die Schwankung des Innenfinanzierungspotentials einer Unternehmung abstellt.
In Kreditinstituten kann das Liquiditätsrisiko aus den bankindividuellen Zahlungsströmen mit Hilfe einer streng überprüften Extremwertverteilung abgeleitet werden, um auf der Grundlage der Daten aus einem normalen Geschäftsbetrieb bisher noch nicht beobachtete Liquiditätsabflüsse zu schätzen. Die Abbildung der Stressdimension des Liquiditätsrisikos in Banken legt § 11 KWG nahe, der von Banken - über die Zahlungsfähigkeit hinausgehend - die jederzeitige Zahlungsbereitschaft fordert. Bei umsichtiger Anwendung im Liquiditätsmanagement ermöglicht das LaR-Konzept nachhaltige Erträge aus der Fristentransformation durch eine statistisch fundierte Risikoanalyse, die einem strengen Backtesting standhält.
Veranstalter: Demos GmbH
Synonyme zu "Liquiditätsrisikomanagement":
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